Dvorak - Stabat Mater
Der Solitude-Chor ist ein Konzertchor aus Stuttgart, der neben dem klassischen Repertoire auch immer Wieder moderne, zeitgenössische Werke aufführt.
K
P

Dvorak - Stabat Mater

 

Solitude-Chor Stuttgart

Sinfonieorchester der Universität Hohenheim     

Leitung: Klaus Breuninger

 

 

Konzerte

Stabat Mater I

02.02.2013 19:00 Uhr

Nikolaus-Cusanus-Haus, Törlesäckerstr. 9, 70599 Stuttgart-Birkach
 

Stabat Mater II

03.02.2013 19:00 Uhr
Evangelische Markuskirche, Römerstr. 41, 70180 Stuttgart

 

Programm mit Einleger, Fotogalerie

 

Der Komponist

Antonín Dvořák

Antonín Dvořák (8. September 1841 - 1. Mai 1904) war ein tschechischer Komponist und wurde in Nelahozeves geboren. Dvořák studierte in Prag an der Orgelschule und spielte in verschiedenen Orchestern als Bratschist (1862-71 unter Bedrich Smetana). Auf Empfehlung von Brahms erhielt er ein österreichisches Staatsstipendium. Nach mehrmaligen Gastspielreisen nach England wurde er 1891 in Prag Professor für Komposition am Konservatorium. Die Eindrücke eines Amerikaaufenthaltes sind in seiner letzten Sinfonie »Aus der Neuen Welt« festgehalten.

Die frühen Werke Dvořáks stehen zunächst der Wiener Klassik nahe, dann Schumann, Liszt und Wagner. Nach 1870 zeigt sich der Einfluss von Brahms und Smetana sowie in späten Werken des Impressionismus. Dvořáks vitaler Kompositionsstil verbindet klassische Formgebung mit der böhmischen und mährischen Volksmusik. Dvořáks Werkkatalog umfasst u.a. zehn Opern, neun Sinfonien, mit denen Dvořák seinen Ruhm begründete, und zahlreiche Tänze und Charakterstücke für Klavier.

[Quelle: www.schott-musik.de]

 

Das Werk

Stabat Mater

Die geistliche Kantate "Stabat mater" ist Antonín Dvořáks erstes gewichtiges Kirchenmusikwerk. Als 35-jähriger skizzierte er im Frühjahr 1876 die Vertonung von Jacopone da Todis mittelalterlicher Mariensequenz in erweiterter Kantatenform. Ein äußerer Auftrag dazu bestand nicht, "Stabat mater" entstand aus freiem Entschluss im Sinne eines Bekenntniswerks. Über die innere Veranlassung dazu wurde viel spekuliert. Denkbar ist, dass der Tod seiner Tochter zwei Tage nach der Geburt im September des Vorjahres im Komponisten das Bild der schmerzhaften Gottesmutter lebendig werden ließ. Tatsächlich war die Marienverehrung zumal in den katholischen Bezirken des slawischen Sprachgebietes, aus denen Dvořák stammte, stark verbreitet und dem Komponisten innig bekannt, zu dessen Persönlichkeitsbild ein starkes religiöses Gefühl gehörte.

Die Uraufführung von „Stabat mater“ erfolgte 1880 in Prag, ein weiteres Konzert folgte in London. Der Erfolg dieses Konzerts war gewaltig und sollte Dvořáks ganze künftige Laufbahn beeinflussen.

Der Schmerzensausdruck des Textes steht in der Vertonung auf einem Fundament von im besten Sinne naiv hoffender Frömmigkeit. Dvořáks optimistische Tonart D-Dur bildet gleichsam den leuchtenden Goldgrund für die Leidensgebärden. Sinfonisches Strömen bestimmt die Behandlung des Textes, dessen Sprachgerüst mehr im Hintergrund spürbar ist. Nicht Exegese des einzelnen Wortes sondern Visionen und Bilder von umfassender Kraft dominieren die Musik.

[Quelle: www.zbc.ch]